Ein Garten für alle: Der Naturgarten

Der naturnahe Gärtner gestaltet ein Stück Land, arbeitet mit der Natur und formt ein Individuum, ein Organismus mit Körper, Geist und Seele. Der Körper setzt sich zusammen aus dem Boden, der Vegetation und den Kleinlebewesen, die miteinander in einen gigantischen Netzwerk verbunden sind. Somit findet ein Stoffwechsel statt und bezieht das Hacken oder Schaufeln des Gärtners mit ein.

Die Seele wird von duftenden Blüten,  den Schmetterlingen, den summenden Insekten, den fleißigen Würmern und den Vögeln präsentiert. Auch in den Vorstellungen des Gärtners, sowie im Garten-Design ist es zu finden und auch als unbewusster Ausdruck  in seinen Gartenzwergen.

Der Geist als Denker und Lenker ist zum einen der Kosmos, der mit seinen planetarischen Konstellationen und Rhythmen von oben ordnet und lenkt, sowie der Gärtner selbst, der sich entscheiden muss: mit oder gegen den Geist der Natur zu gärtnern…

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Bunte Ernten aus einem bunten Garten…

Wenn man die Natur aus dem Garten verbannt, also jedes kleine wilde Pflänzchen (“Unkraut“) jätet, aus Kleinlebewesen “Schädlinge“ macht oder die Giftkeule schwingt, dann bleibt der Gartenorganismus “seelenlos“ und der “Gartenleib“ erkrankt.

Als Folge treten “Pflanzenkrankheiten“ auf und die schwächlichen Pflanzen werden somit von Insekten dem Erdboden gleichgemacht. Wäre da nicht der “Anti-Gärtner“, der diesen Kreislauf mit aller Macht verhindert, mit Gift die Insekten, also die “Naturpolizei“ ausrottet und somit den Kreislauf der Natur unterbricht, um seine schwachen wässrigen Gemüsepflanzen über die Runden zu bekommen.

VIELFALT STATT EINFALLT 

Blumen in Gemüsebeeten ziehen viele unterschiedliche Bestäuber-Insekten an. Ebenfalls bieten Hecken, Totholz, Steinhaufen und Wasserplätze weitere Lebensräume für Organismen, die wiederum wichtige Organe für den “Ökosystem-Garten“ sind. Bleiben diese Elemente aus, was in der Natur so wohl kaum vorkommt, dann können folgerichtig Invasionen von einzelnen Insektenarten öfters auftreten, da man den “natürlichen Fressfeinden“ keinen Lebensraum bietet.

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Vielfalt statt Einfalt im Gemüsebeet.

Das Wurzelnetz der Pflanzenwelt ist mit dem menschlichen Gehirn zu vergleichen, denn wie Synapsen und Nervenbahnen kommunizieren sie untereinander und tauschen wichtige Informationen aus. Die Wurzelausscheidungen werden von anderen Pflanzennachbarn entweder sehr unterstützend oder schädigend aufgenommen. Deshalb sollte bei einer Mischkultur darauf geachtet werden, welche Pflanzen sich nebeneinander mögen.

Mehr darüber in meinem Artikel: “Ein Garten für alle: Die Mischkultur“

DIE NATUR ALS LEHRER & NICHT ALS SKLAVE

Es ist ein Markenzeichen unserer Kultur, dass die Menschen die Natur säubern und beherrschen wollen. Da werden Bäume bis zur Verunglimpfung beschnitten, Moos mit Giften unter “Kontrolle“ gebracht, Rollrasen mit der Nagelschere geschnitten oder Gemüse wie Soldaten in Reih und Glied “aufgestellt“.

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Neben die Gemüsepflanzen gesellen sich ebenfalls Blumen und wilde Gewächse…

Der Garten ist ein Spiegelbild der Gärtnerseele, wie der Ethnologe und Autor Wolf-Dieter Storl ansehnlich beschreibt: Wenn man sich die Gärten zu Zeiten des Absolutismus ansehe, wo alle Pflanzen bis auf das winzigste Blatt zurechtgeschnitten wurden, oder die Klostergärten, die nach außen mit großen Mauern abgeriegelt wurden, die peniblen Rasen-Vorgärten der USA, oder die deutschen Schrebergärten; sie alle seien Ausdruck verschiedener Kulturen, wo die Natur kontrolliert, und einer Herrschaft unterworfen wurde.

„Zeige mir deinen Garten, und ich sage dir, wer du bist!“ – Christian Grunert

Ein Gärtner, der sich selber als Schüler der Natur sieht, holt die Natur, den großen Makrokosmos in seinen individualisierten Mikrokosmos, also in seinen Garten, setzt unterschiedliche Pflanzen nebeneinander, kreiert einen bunten Garten, lässt Wildkräuter wachsen und mulcht damit zusätzlich den Boden, wie er es vom Wald kennt, sammelt Regenwasser und gießt seine Pflanzen nur wenn es bewölkt ist, nicht bei vollem Sonnenschein, schätzt die Tierchen als seine Helfer, pflanzt im Folgejahr niemals die gleichen Pflanzen auf den gleichen Beeten (Fruchtfolge), er kompostiert und formt einen Kreislauf, wo vergangenes der Grundstein für Neues ist.

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Die Natur darf  aus dem Garten nicht ausgeschlossen werden, damit der Gartenorganismus den lokalen Charakter erhält und im Gleichgewicht beider Pole (Kultur und Natur) sein kann.

Wenn man die Natur beobachtet, erfährt man allerlei und kann die kennengelernten biologischen Vorgänge im Garten so einsetzen, dass sie die Natur regelt, zum Nutzen des Gärtners. Dies ist das primäre Ziel der Permakultur-Gärtner und macht sie somit zu Gestaltern, die “natürliche Systeme“ in die Gärten übertragen. Als Vorbild dient der Wald als Ökosystem, der durch seine selbstregulierenden Maßnahmen kein Hinzutun der Menschen benötigt. Deshalb sind die Permakultur-Waldgärten (USA: “food forest“, in Großbritannien: “forest garden“) der Natur nachempfundene Gärten, die als natürliches Ökosystem wenig Arbeit beanspruchen und wohl sehr gesunde Lebensmittel hervorbringen.

Alle Elemente in einem Permakultur-Garten sollen mehrere Nutzen haben und miteinander verknüpft sein: Das Fallobst der Obstbäume wird zum Beispiel von Hühnern beseitigt, die ebenfalls die Schnecken in Schach halten und dem Gärtner stickstoffreichen Dünger, sowie Eier liefern. Im Winter kann das Gewächshaus von den Hühnern bewohnt werden, damit es beheizt wird und somit bepflanzt werden kann. Eine “vegane Gartenwirtschaft“ würde alle Tiere verbannen, die allerdings neben den Planeten, Menschen, Pflanzen, Insekten und Mineralien ein wichtiges Organ der Natur  sind. Verschiedene Energieformen können durch Tiere in eine nutzbare Form umgewandelt werden: zum Beispiel Graß zu Dünger und Milch, oder Pollen zu Honig!

FUTTER FÜR DIE WÜRMER

Der Laubwald lehrt den Naturgärtner, dass er den Boden bedecken muss. Das sogenannte Mulchen mit u.a. Stroh, Heu, Blättern, oder Kräutern verhindert das rasche Verdunsten der Feuchtigkeit, weshalb man kaum noch mit der Gießkanne nachhelfen muss. Außerdem werden somit die Bodenorganismen und die Würmer ernährt, die den Mulch zu fruchtbaren Humus umwandeln.

Ob man schon im Vorfrühling mulcht, erst im Sommer oder das ganze Jahr die Beete bedeckt hält, hängt ganz von der Gegend ab. In kälteren Gebieten kann sich der Boden bestimmt besser erwärmen, wenn er zu Jahresbeginn frei bleibt und die Schnecken lassen sich so besser in Schach halten. Sie werden von den geschwächten Pflanzen angezogen, also auch von “geschockten“ Setzlingen, die kurz zuvor ausgepflanzt wurden und deshalb eine leckere Speise für die Schnecken ergeben. In diesem Fall kann das Mulchen erst einige Wochen nach dem Umsetzen erfolgen, denn dann sind die Pflanzen bereits stärker und kein gefundenes Fressen für die Schnecken, die sich gerne unter dem Mulch ansiedeln.

Wenn die Beete während dem Winter unbewachsen bleiben, schützt der Mulch den Boden vor starker Verkrustung, sodass im Frühjahr lediglich der Mulch weggeräumt werden muss, um ihn leicht bearbeiten zu können, ohne umgraben zu müssen, was die Bodenorganismen stören würde.

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Die Einkorn-Saat im Oktober in Apulien ist mir sehr gut zwischen den Mulchreihen aufgegangen!

Verschiede Pflanzenreste haben auch unterschiedliche Mulch-Eigenschaften: So sind Brennnesseln sehr stickstoffhaltig und geben diesen bei der Zersetzung auf den Gemüsebeeten frei, wovon die hungrigen Gemüsepflanzen wie Kohl, Tomaten oder Mais  profitieren. Die Blätter des Beinwells sind sehr reich an Kali, was also gut für Kartoffeln, Lauch und auch Tomaten ist.

Das Mulchen wird besonders effektiv, wenn man grüne Pflanzenreste, die viel Stickstoff freisetzen, als erste Schicht auf den Boden legt und als zweite Schicht trockene Blätter, Holzspäne, oder Stroh, die den Stickstoff auffangen, damit er in den Boden geht und den Pflanzen zugute kommt, anstatt in der Luft zu verflüchtigen.

Wildkräuter (allbekannt als “Unkraut“), die auf den Beeten auftauchen, kann man einfach ausrupfen und zurück aufs Beet legen, so wird der Boden gemulcht und man gibt auf diese Weise die passenden Nährstoffen dem Boden zurück, denn die örtlichen Wildpflanzen haben eine nützliche Funktion und zeigen einen bestimmten Nährstoffmangel des Bodens an, den sie auszugleichen versuchen, indem sie die gewünschte Stoffe anreichern. Diese Art des Mulchens ist besonders zeitsparend und der Boden wird mit der richtigen Komposition der Nährstoffen gedüngt.

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Ein ganz spezielles Mulchbeet, dass kein Umgraben erfordert und somit die Bodenlebewesen schont: 1. Schicht: nasser Karton, der den Rasen bzw. die Wiese erstickt, weshalb die Würmer und Bodenlebewesen ihn zu fruchtbaren Humus umwandeln. 2. Schicht: Grünes Pflanzenmaterial oder Kompost. 3. Schicht: Vertrocknetes Pflanzenmaterial, wie Stroh oder Blätter. Nach wenigen Wochen kann bereits gepflanzt werden… 

Der Krieg gegen die “Unkräuter“ ist unnötig, denn die wilden Gewächse wirken heilend auf die Erde, ganz abgesehen davon, dass die meisten dieser Pflanzen eben die besten Heilkräuter sind, sowie gute Begleitpflanzen der Hauptkulturen: Tomaten fühlen sich neben Brennnesseln sichtlich wohl und Klee ist als Unterwuchs nützlich, da diese Leguminosen-Pflanze Stickstoff aus der Luft sammelt.  Lediglich die wenigen Gräßer, die es durch den Mulch geschafft haben, kann man ausrupfen, da sie mit den Gemüßeplfanzen konkurrieren würden.

Als “lebender Mulch“ bezeichnet man Pflanzen, die den Boden des Beetes und somit auch den der benachbarten Pflanzen bedecken. Zu diesen wuchsfreudigen Gewächsen gehören u.a. die Kapuzinerkresse, Süßkartoffeln und alle Kürbispflanzen.

DAS GOLD DES GÄRTNERS

Das sammeln und zerkleinern von organischen Resten, also von Küchenabfällen, Rasenschnitt, oder Laub wird zu einer sehr ehrenhaften und rituellen Handlung, wenn man versteht, dass der Prozess der Kompostierung ein Übergang von Vergehen und Wiedergeburt ist und somit den Kreislauf des Lebens schließt.

Das Zerkleinern dieser “organischen Wertstoffe“, wie der Autor und Gärtner Peter Berg dazu sagt („andere nennen es Abfall“), ist dem menschlichen Kauvorgang ähnlich, also eine Unterstützung für den Kompost-Organismus, der schließlich ohne Zähne, aber mit einem Verdauungstrakt auskommt.

Unzerkleinert braucht der Kompost viel länger, um aus den Resten eine krümelige, nach Waldboden riechende Erde zu machen. Wenn man zum ersten Mal diese schwarze Urmasse dem fertigen Kompost entnimmt und sie auf die Beete ausbringt, später die Pflanzen darauf wachsen sieht und dann davon erntet, spürt man die Einbindung in diesem Kreislauf der Natur.

Um mit der Natur nachhaltig umzugehen und den Gartenboden jährlich zu verbessern, anstatt auszulaugen, muss man mehr Energie hineinbringen, anstatt zu entnehmen. Deshalb sollte das Kompostieren die Herzensangelegenheit des Gärtners sein, der so den Gartenorganismus gesund erhält und selbst ein Teil des Jahreskreislaufs wird.

Neben dem Kompost, der Mischkultur und dem Mulch ist ebenfalls die Fruchtfolge ein wichtiger Aspekt, um seinen Gartenboden zu verbessern. Einige Jahre lang sollten die einzelnen Gemüsepflanzen nicht mehr auf dem gleichen Beet stehen, weshalb ein Gartenplan sehr nützlich ist. Bei Kohlpflanzen ist der Abstand von mehreren Jahren besonders wichtig, da durch Ermüdung des Bodens Symptome wie die Kohlhernie und Fraß rapide zunehmen würde. Diesen Zusammenhang bemerkte man bereits im Mittelalter, weshalb die “Dreifelderwirtschaft“ eingeführt wurde. Eine Fünf-, Sechs- oder Sieben-Felderwirtschaft wäre dementsprechend besser! Denn auch in der Natur gibt es eine natürliche Pflanzen-Sukzession, die in Europa über Pionier-Sträucher bis hin zum Buchenwald fortschreiten würde, insofern man die Natur, Natur sein lassen würde!

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Ein jährlicher Pflanzplan hilft im Folgejahr, um eine ausreichende Fruchtfolge einzuhalten.

DER GARTEN ALS TEIL DES GROßEN GANZEN 

Die Pflanzenwelt ist komplett dem Kosmos zugewandt und abhängig von planetarischen Rhythmen und Konstellationen. Auch der Mensch ist abhängig von kosmischen Rhythmen, hat sich aber im Gegensatz zur Pflanze von den festen planetarischen Zeitabläufen emanzipiert. Die Pflanzen sind also eine Verbindung zum äußeren Kosmos (Makrokosmos) und dem Kosmos in uns (Mikrokosmos).

Leider spielt der Kosmos in der allgemeinen Medizin und Lebensweise der meisten Menschen keine Rolle mehr, was die moderne Medizin unvollständig macht. Auch die moderne Landwirtschaft ignoriert die Beziehung der Planeten mit den Pflanzen. Lediglich die biologisch-dynamische Landwirtschaft bezieht die kosmischen Zusammenhänge mit ein.

Die früheren Bauern dagegen achteten sehr auf ihre Instinkte im Zusammenhang mit kosmischen Vorgängen, und beobachteten die elementaren Ereignisse in der Natur, sowie die Erscheinungen am Himmel, was die alten Bauernweisheiten heute so wertvoll macht:

Wenn der Himmel gezupfter Wolle gleicht, das schöne Wetter dem regen weicht“ – alte Bauernregel

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An der Lauch-Blüte (Allium) ist die Kosmos-Signatur deutlich zu erkennen.

Wer auf die kosmischen Konstellationen, die Mondrythmen und die Sternbilder achtet (dazu gibt es geeignete Kalender), kann versuchen das Wetter vorauszusagen, manchmal klappt es sogar und man findet die besten Zeiten für Gartenarbeiten und Aussaaten. So wurde auch der hundertjährige Kalender erstellt, der das Wetter für hundert Jahre voraussagte. Natürlich spielt das Kleinklima und andere Faktoren auch ein Rolle. Auch die Abgase der Großindustrie beeinflusst das Wettergeschehen, was diesen Zusammenhang besonders erschwert. Neben dem astronomischen Kalender, sind für Naturgärtner die Aufzeichnungen der örtlichen Naturereignisse sehr nützlich und bilden somit die Grundlagen für einen “phänologischen Kalender“. Denn die ersten Löwenzahnblüten des Jahres können mehr aussagen, als ein Datum aus Zahlen…

Oft wird die Phase des zunehmenden Mondes genannt, als ein guter Zeitraum um die Saat in den Boden zu legen, da die Mondkräfte dann ansteigen. Der Mond hat neben der Sonne und anderen Planeten den größten Einfluss auf den Pflanzenwuchs.

Maria Thun, eine Pionierin des Bio-Dynamischen Landbaus forschte über diesen Zusammenhang, der von Rudolf Steiner den geisteswissenschaftlichen Anstoß erhielt. Sie säte über viele Jahre schnellkeimende Gemüse wie z.B. Radieschen zu unterschiedlichen Konstellation aus und kam dahinter, dass die Pflanzen andere Wuchseigenschaften erhielten, wenn sie zu verschiedenen Konstellationen ausgesät worden sind. So kam es u.a. zu Kümmerwuchs oder anderen abnormalen Verzweigungen der Pflanzen, wenn sich die Aussaat zur Zeit einer Plantenenfinsternis abspielte.

Viele Mythen, Weisheiten und wissenschaftliche Tests deuten daraufhin, dass kosmische Impulse durch die Elemente Erde, Wasser, Luft und Wärme den Pflanzen übertragen werden. Diese sollen ihren Ursprung den Sternbilder des Tierkreises zu verdanken haben. Da der Mond innerhalb eines Monats vor alle Sternbilder des Tierkreises zieht, war zu beobachten, dass unterschiedliche Impulse übermittelt werden konnten. Maria Thun kam zu folgenden Ergebnissen, die mittlerweile erfolgreich von unzähligen Bio-Dynamischen Höfen angewendet werden:

Wenn der Mond vor den Sternbildern Stier, Steinbock und Jungfrau zieht, ist das Erdelement besonders wirkungsvoll, was die Aussaat und Hackarbeiten von Wurzelfrüchten, wie Radieschen, Kartoffeln oder Karotten unterstützen soll. Man spricht dabei von den sogenannten Wurzeltagen.

Der Mond vor den Sternbildern Fische, Krebs und Skorpion regt das wässrige an und soll die aufgedunsenen Blattpflanzen unterstützen, wie u.a. Kohl, Salat und Stangensellerie. 

Wenn der Mond weiterzieht und vor die Sternbilder Widder, Löwe und Schütze kommt, sollen die Fruchtpflanzen vom Wärmeelement profitieren, wie u.a. Tomaten, Bohnen und Paprika.

Vor den Sternbildern Wassermann, Zwillinge und Waage aktiviert das Lichtelement die Blütenpflanzen und soll die Aussaat von u.a. Blumen, Brokkoli und Artischocken unterstützen.

Die Forschungen von Maria Thun und Rudolf Steiner sind sehr umfangreich, bieten einen sehr interessanten Einblick und lassen erkennen, dass die Pflanzenwelt nicht nur von irdischer, sondern vor allem von kosmischer Natur ist. Wer das für sich erkennt, weiß, dass der Mensch mit pflanzlicher Nahrung weit mehr als irdische Stoffe verspeist.

Der Garten ist das Weltall im kleinen Maßstab, genauso wie der Mensch ein in sich gekehrter Kosmos ist, ein Mikrokosmos also.

Unseren Garten nach dem Vorbild der Natur zu gestalten, brachte viele Vorteile mit sich und entlarvte ihn als einen Organismus, in dem ich als Gärtner genauso ein Organ darstelle, wie es auch die Planeten, die Insekten oder die Tiere tun. Also besser mit ihm, anstatt gegen ihn gärtnern und dann präsentiert sich der eigene Garten in prächtiger Dreigliedrigkeit: mit Körper, Geist und Seele.

Ein Garten für alle: Der Naturgarten von Johannes Wachsmuth

Quellen und Inspirationen:
Wolf-Dieter Storl – Der Kosmos im Garten, Der Selbstversorger / Bill Mollison –  Handbuch der Permakultur Gestaltung / Maria Thun – Gärtnern nach dem Mond / Peter Berg – Der Mondgärtner  

 

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