Die leise Revolution

Die leise Revolution beginnt zuerst im Kopf. Jeder Mensch kann die Welt verändern, denn es fängt immer bei einem selber an! Es geht nicht um einzelne Vorlieben, sondern um den Fortbestand unserer Erde, um die Zukunft der neuen Generation und um uns selbst. Das Unwesentliche muss gemieden werden: Keine Kriege für Öl, keine Sklavenarbeit für „Schnäppchen“, keine Umweltverschmutzung für den Status, keine Ausbeutung für Konsum, Keine Verfolgung für Monopole. Wir wollen eine Welt ohne soziale Unterschiede, ohne Hunger, ohne Leid, ohne Krebs, ohne Flucht, ohne Rassismus und ohne Fremdbestimmung! Wenn wir kein Teil von all diesen Dingen sein wollen, dann müssen wir endlich beginnen etwas zu ändern! Es liegt nur an uns, nicht an der Politik oder der Wirtschaft. Wir bestimmen wie es weiter geht, durch Verzicht auf Konsum, oder den richtigen Konsum. Wir sind Menschen, frei und gut! Wir haben es selber in der Hand, ob wir uns noch weiter von der Natur entfernen wollen und den Konzernen, sowie der Finanzelite frei über unsere Erde verfügen lassen oder ob wir sie meiden und damit die Welt verändern! Revolution war noch nie so einfach wie heute, wir können sofort damit beginnen!

SELBERMACHEN ALS TOR ZUR FREIHEIT

Wenn man die Natur als seinen eigenen Ursprung akzeptiert und somit jede eigene Entscheidung im Leben zuerst danach richtet, ob man damit der Natur schadet oder hilft, dann wird man bewusster, indem man zum Beispiel bei einer Kaufentscheidung den Hersteller oder Händler genauestens hinterfragt, bevor man „blind“ etwas einkauft. Schließlich wird jede einzelne Kauf-Entscheidung registriert und kann zur Veränderung des Marktes beitragen. Der Verzicht auf Konsum, das Reparieren und vor allem die Wiederentdeckung des Selbermachens werden somit sogar zu revolutionären Handlungen.

Das Einkaufen ist zwar eine politische Handlung, bei der man die Taten der jeweiligen Produzenten und Händler bewertet und damit das Angebot beeinflusst, sowie soziale Veränderungen herbeiführen kann. Trotzdem spielen die Produzenten und Hersteller alle in der gleichen Liga, die es schließlich zu kritisieren gilt. Um diese zu umgehen ist dagegen das Selbermachen eine echte politische Aussage und ein Statement für die Unabhängigkeit des Individuums, denn die Menschen waren noch nie so abhängig von Konsumgütern wie in unserer heutigen Kultur.

Das eigene Denken wird somit zum Ausgang für das freie Handeln! Mit echtem Wissen über die alten Handwerkskünste und durch das Erlernen der Fertigkeiten des Selbermachens, holt sich der Mensch seine Freiheit Schritt für Schritt zurück und wird unabhängig von einem Netzwerk der systematischen Verdummung, in der die Menschen nur als Konsumenten eine Berechtigung haben.

ES LEBE DIE REVOLUTION

Vor dem Hintergrund der enormen Energieverschwendung unserer Zeit und des damit zusammenhängenden Energiekrieges,  stellt sich zum Beispiel die Frage, unabhängig von den gesundheitlichen Aspekten, ob man z.B. ein Brot im Supermarkt kaufen sollte? (Discounter und Bäckereien inbegriffen, da es fast keine echten handwerklichen Bäckereien mehr gibt).

Zwar muss der Konsument dabei wenig Energie aufwenden, doch diese wird stattdessen bei der Produktion massenhaft verschwendet: Fabriken produzieren die Teiglinge für einen günstigen Einkaufspreis, da die Ressourcen in riesigen Monokulturen angebaut werden, wofür in der konventionellen Landwirtschaft chemische „Pflanzenschutz“-Mittel, Pestizide und Mineraldünger auf Erdölbasis zum Einsatz kommen, die dem Boden, der Luft und den Menschen massiven Schaden zuführen. Die Ernte wird sehr energieaufwendig mit großen Maschinen durchgeführt, im Gegensatz zu den bäuerlichen Betrieben in der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg, die in einem viel kleineren Rahmen, ohne Kunstdünger und Chemie regional wirtschafteten.

Hinzu kommt der Energieverbrauch in den Fabriken: Maschinen werden mit Strom und die Heizung mit Öl versorgt. Der Teigling für das Brot wird industriell, versetzt mit Enzymen hergestellt und liegt anonym zwischen tausenden anderer Teiglinge auf dem Laufband einer riesigen Fabrik, bevor er auf die Reise geht und über die Autobahnen in die „Bäckereien“ transportiert wird, die lediglich die Teiglinge aufbacken.

Als krasser Gegensatz dazu, mit einem so dermaßen geringeren Energieaufwand, bietet es sich an, sein Brot einfach selber zu backen. Man braucht lediglich biologisches Vollkorn aus Getreide wie u.a. Weizen (bestenfalls alte Sorten wie Emmer oder Einkorn, da der moderne Hybridweizen seine gesunden Eigenschaften verloren hat), Hafer, Roggen, Reis, Dinkel oder am aller besten glutenfreies Pseudokreide wie Buchweizen, insofern man sein Mehl selber mahlen kann. Wenn nicht, dann einfach biologisches Mehl, aus der Region.

Für das Bio-Getreide wurden beim Anbau weder chemische Mittel verwendet, die als Rückstand im Brot auftauchen können, noch wurden die Pflanzen mit Kunstdünger gedüngt, die die Pflanzenvegetation künstlich erzeugen und somit den Pflanzen ihrer natürlichen Abwehrkräfte berauben, weshalb schließlich in der konventionellen Landwirtschaft, weitere chemische Mittel eingesetzt werden.

Mit Freude und etwas positiver Energie stellt man sein eigenes Brot her, ganz frei und ungebunden, formt mit seinen Händen und voller Hingabe den Leib aus Mehl und Wasser, der später nicht nur den Körper sättigt, sondern auch den Geist! Der Duft aus dem Ofen lässt die Freude auf das Brot ins unermessliche steigen. Und dann der erste Biss… Wer jemals eigenes Brot gegessen hat, wird wissen wovon ich rede!

Damit ist das Brotbacken der Initiator der leisen, aber einzig wahren Revolution! Es lebe das eigene Brot! Es lebe das eigene Waschmittel! Es lebe das eigene Regal! Es lebe… Es lebe die Revolution!

Doch aufgrund der Verarmung an Zeit ist es für viele Menschen undenkbar, nach einem langen Arbeitstag im Büro selber zu kochen oder zu backen. Da wären wir wieder bei den Abstrichen unserer Gesellschaft, welche die Zeit und somit die menschliche Gesundheit und den Geist zu den größten Opfern unserer Kultur werden lässt.

Doch jede gesellschaftliche und soziale Veränderung fängt bei einem selber an. Wenn ich meine Welt verändere, verändere ich die Welt! Brot backen kann jeder. Doch um zu verstehen, was es für weitreichende Veränderungen mit sich bringt, muss genau dieser Grundsatz verinnerlicht werden…

DIE REVOLUTION BEGINNT JETZT!

…Und damit kannst Du gleich beginnen, denn hier ist Dein erstes „Buchweizen Brötchen“-Rezept:

Du brauchst Buchweizenmehl und Wasser. Gerne auch Leinsamen. Bei salziger Vorliebe auch ewas Salz. Wer es süß möchte etwas Honig. Wer es würzig möchte Kräuter… 

Mische 4 Tassen des Mehls mit 8 Tassen Wasser und gebe 2 Tassen Leinsamen dazu.  Natürlich auch Deine restlichen Zutaten. Vermische es mit einem Löffel, damit eine breiige Konsistenz entsteht. Nun mit einem Löffel einzelne Häufchen auf ein Backblech geben, was mit einem Backpapier versehen ist. Ein Paar Leinsamen können nun darüber gesträuselt werden. Ab in den Ofen, bei etwa 180°C, für ungefähr 25 Minuten. Viel Spaß und guten Appetit!

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Eigene Brötchen: Beim Selbermachen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt!

Wer eine Alternative zu glutenhaltigen Produkten wie Weizenbrot sucht, hat nun eine der besten gefunden! Wer nicht auf der Suche danach ist, kennt nun trotzdem eine Alternative zum Einheitsbrei der Industrie.

Denn industriell verarbeiteter Weizen nehmen die meisten Menschen in viel zu großen Mengen zu sich, da fast jedes Industrieprodukt damit versehen ist. Da heutzutage die meisten Leute überwiegend im sitzen arbeiten, ist der übermäßige Weizenkonsum einer der Gründe der Verfettung vieler Menschen, da Weizen sehr energiereich ist.

Wer abnehmen und gesünder leben möchte, aber zurecht nicht auf Genuss verzichten will, sollte die Welt des Buchweizens ergründen und nun seine eigenen „Buchweizen Brötchen“ backen! Wem dieser Schritt zu groß ist, sollte mit Ur-Getreide wie Emmer und Einkorn anfangen.

Der Buchweizen hat nichts mit dem gewöhnlichen Weizen zu tun, der mittlerweile leider sehr stark überzüchtet wurde. Noch vor wenigen Jahren war der Weizen auf unseren Feldern kopfhoch. Mittlerweile gehen die Ähren gerade mal bis zum Knie. Dies zeigt, wie eine unnatürliche Pflanzenselektion rasant voranschreitet, die nur aus wirtschaftlichen Gründe stattfindet. Die Pflanzen werden nicht nach Gesundheit, sondern nach Ertrag und Wachstumsschnelligkeit selektiert. Dies brachte nur noch kranke Pflanzen hervor, die deshalb abhängig von Spritzmitteln und Kunstdüngern sind und schließlich unsere Umwelt verpesten.

Buchweizen ist keine Getreideart, sondern ein Knöterichgewächs. Da diese Pflanze noch relativ wenig Aufmerksamkeit bekam, wurde sie auch nicht überzüchtet, was ihre Vitalität für den Boden und für die Menschen erklärt.

Küchen-Rezepte sollten niemals als reine „Schritt für Schritt“-Anleitungen verstanden werden, sondern als Inspiration. Du kannst jedes Rezept beliebig verändern und damit neues ausprobieren. Denn genau das macht das Backen und Kochen aus. So entstehen neue Gerichte, Lieblingsspeisen und vor allem Vielfalt. In einer Küche darf es nicht wie im Labor zugehen, sondern wie in der Natur! Wenn man mit den Zutaten spielerisch umgeht, anstatt technisch, macht das Kochen und Backen viel mehr Spaß. Nur so wird man überrascht, von seinen eigenen Kreationen, die wieder motivieren neues auszuprobieren.

Der erste Schritt zur leisen Revolution ist nun spielerisch gemeistert. Man ist nun wieder etwas unabhängiger geworden und es macht große Freude, den nächsten Schritt zu gehen…

… Fortsetzung im 3. Teil: Die Verfremdung von der Natur

…Mehr Rezepte gibt es hier